8 Gründe, warum der Eurovision Song Contest 2015 ein Green Event sein sollte

8 Gründe warum der Eurovision Song Contest 2015 ein Green Event sein sollte

Der Eurovision Song Contest 2015 wird in Österreich stattfinden, womöglich sogar in Wien, einer der lebenswertesten Städte der Welt. Hier meine acht Gründe warum es auch unbedingt ein Green Event sein sollte:

1. Warum nicht?

Dass man sich die Frage überhaupt stellt, ob es ein Green Event sein sollte oder nicht, zeigt wie abseits vom Menschenverstand unsere Gedanken liegen können. JEDER Event sollte ein Green Event sein. Wer Gründe nennen kann, warum man darauf verzichten sollte, eine Veranstaltung umweltfreundlich auf die Beine zu stellen wo es geht, der sollte nochmal ganz genau darüber nachdenken was er atmet, trinkt und isst.

2. Immer mehr Menschen ist es ein Bedürfnis, in ihrem Wirkungsbereich verantwortungsvoll zu handeln…

Top-to-Bottom Systeme – Gesetze und Vorschriften beispielsweise, also alles was "von oben" diktiert wird – sind einerseits sehr langatmig in der Implementierung und wie kleine Kinder versuchen wir uns reflexartig gegen Vorgaben von oben zu widersetzen und sie zu umgehen. Bottom-Up Denken ist das Gegenteil davon: Die "Unteren" warten nicht darauf, dass die "Oberen" etwas vorgeben, sondern sie tun einfach, und wenn das genug Menschen tun kommt die Message irgendwann auch oben an während die Umsetzung schon längst voll im Gang ist. Green Events verzichten auf Gesetze (obwohl sie alle einhalten, viele sogar weit über die Maße hinaus!), denn sie wollen von innen heraus Rücksicht auf die drei Bereiche Ökologie, Soziales und Ökonomie nehmen – weil viele Menschen mittlerweile verstanden haben, dass Green Events nicht schwerer zu organisieren sind als nicht-grüne Events.

3. …und verantwortungsvoll zu konsumieren

Konsumenten haben es in der Hand. Zum Glück – wie ich meine – achten immer mehr Konsumenten darauf, was und woher sie ihre Produkte kaufen, auch wenn es Vielfalt nicht immer einfacher macht. (Dazu ein interessanter TED Talk: Barry Schwartz on the paradox of choice)

Zum Eurovision Song Contest werden uns abertausende Gäste mit ihrem Besuch ehren, und wir sollten ihnen nicht nur eine Palette an grünen Nahrungsmitteln und unser herrliches Trinkwasser aus der Leitung anbieten – wie das bereits Kopenhagen vorgelebt hat – sondern insbesondere auch zeigen, dass ein Eurovision Song Contest als möglichst umweltfreundliche Veranstaltung organisiert werden kann. Im besten Fall wollen das die Konsumenten dann auch 2016 wieder haben, und wir gehen als gutes Beispiel voran, so wie Sydney bei den olympischen Spielen, die als großes Vorbild für die umweltfreundliche Organisation von Großveranstaltungen gegolten haben und gelten.

4. Es zahlt sich aus

Wenn weniger Müll produziert, weniger Wasser und weniger Strom verbraucht wird, dann zahlt sich das aus. Wenn bei der Wertschöpfungskette von Anfang an grün gedacht wird, dann fallen unnötig produzierte Materialien erst gar nicht an. Wenn lokal eingekauft wird, wird es billiger, und wenn bestimmte Dinge gar nicht erst angeschafft werden, dann kosten sie auch nichts.

5. Wir haben Smartphones, iPads und Co und brauchen deshalb kein Papier

Einer der einfachsten Schritte um grüner zu arbeiten ist den Papierverbrauch zu reduzieren. Das betrifft keineswegs nur den Song Contest oder Veranstaltungen sondern ganz allgemein jede Art von (Büro)Tätigkeit wo Papierverschwendung an der Tagesordnung steht! Wir alle haben Smartphones und iPads und Computer und diese könnten dazu genutzt werden beispielsweise Programme für Besucher zu veröffentlichen, Informationen für Touristen anzubieten, Informationen an die Presse zu verteilen, To-Do-Listen zu schreiben und zu teilen… iPads und Smartphones haben auch keinen tollen ökologischen Fußabdruck, ich weiß! Aber: Wir besitzen diese Geräte ohnehin bereits! Also nutzen wir sie doch endlich sinnvoll! Deshalb: ESC-Apps, Twitter-Kanäle, online-Kollaboration in der Cloud… und keine PDFs zum Download, die anstatt beim Veranstalter einfach von jedem Besucher selbst zu Hause ausgedruckt werden sollen!

6. Green Events stärken die Region

Wenn bei der Lieferantenauswahl nicht allein der Preis sondern auch umweltrelevante Aspekte mitgedacht werden, dann stellen wir schnell fest dass ein großer Teil der CO2 Emissionen durch Transporte entstehen und diese also minimiert werden sollen. Wer näher am Geschehen ist muss weniger weit liefern. Ergo sind lokale Lieferanten zu bevorzugen, was neben den wirtschaftlichen positiven Effekten auch für gute Moral in der Gegend sorgt, vom sozialen Aufschwung ganz abgesehen (Stichwort Semmeln aus China versus Semmeln vom Bäck ums Eck)!

7. Wir haben wunderbare öffentliche Verkehrsmittel - bauen wir sie aus!

Neben Transporten von Waren bewegen sich bei Großveranstaltungen natürlich auch haufenweise Menschen durchs Gelände. Entweder sie reisen von weit weg mit dem Flugzeug an, oder wenn sie in der Nähe sind brav – einzeln – in ihren PKW. Der ESC2015 sollte die Chance sein, noch mehr Menschen den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel schmackhaft zu machen, in der Stadt mit dem Fahrrad zu fahren, mit dem Zug anzureisen, und Fahrgemeinschaften zu bilden. Lasst uns den Individualverkehr behindern indem wir dem öffentlichen Verkehr noch mehr Vorfahrt geben als es ohnehin schon der Fall ist! Diejenigen die uns dafür nicht ausstehen können, werden auch irgendwann auf die Idee kommen, die umweltfreundlicheren Alternativen zu nutzen!

8. Weil wir es wie Conchita machen wollen

Conchita Wurst hat den über 180 Millionen Fernsehzusehern gezeigt, dass man sein kann wie frau möchte, solange man dabei niemanden verletzt und sich seiner (menschlichen) Umwelt gegenüber respektvoll zeigt. Freilich, die umweltfreundlichste Veranstaltung ist die, die gar nicht erst stattfindet. Aber nutzen wir doch die Möglichkeit die sich uns bietet und zeigen wir den Millionen Menschen, die in den Tagen des Eurovision Song Contest 2015 auf – und durch ihre Fernseher in – unser Land sehen werden, dass man eine fantastische Veranstaltung organisieren kann während man versucht die negativen Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten. All diese Fernsehzuseher – und die tausenden Gäste, die es hautnah und am eigenen Leib in Österreich erleben werden – werden stolze Multiplikatoren für eine Zukunft, in der jeder Event ganz selbstverständlich "green" sein wird.

Lust auf mehr? Melde dich hier für meinen Newsletter an!

Kontaktiere mich!

Immer erreichbar,
am liebsten aber

MO-FR: 9:00-16:00 Uhr
SA&SO: Wenn's brennt!

Ich bin online!

Mein Headquarter

Demo

Kontaktiere mich!